Grettstadt

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Aktuelles
20.02.2019: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Auswanderer" wurde überarbeitet.
21.12.2018: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Vereine - Jugend-Rot-Kreuz-Gruppe" wurde überarbeitet.
22.03.2017: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Auswanderer" wurde hinzugefügt.
22.03.2017: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Auswanderer" wurde hinzugefügt.
22.03.2017: Der Reiter "Untereuerheim - Geschichte - Auswanderer" wurde hinzugefügt.
06.03.2017: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Sehenswürdigkeiten" wurde überarbeitet.
01.12.2016: Der Reiter "Gemeinde Grettstadt - Geschichte - Gemeinde - Gemeindewald" wurde hinzugefügt.
28.11.2016: Der Reiter "Quellen" wurde hinzugefügt.
28.11.2016: Der Reiter "Grettstadt-Dürrfeld - Geschichte - Gemeinde - Gemeinde" wurde überarbeitet.
28.11.2016: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
28.11.2016: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Gemeinde - Gemeinde" wurde überarbeitet.
28.11.2016: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Gemeinde - Gemeinde" wurde überarbeitet.
28.11.2016: Der Reiter "Untereuerheim - Geschichte - Gemeinde - Gemeinde" wurde überarbeitet.
26.06.2016: Die Reiter aller Ortschaften "Geschichte - Pfarrgemeinde" und "Geschichte - Vereine" wurden komplett überarbeitet und ergänzt.
25.06.2016: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Gemeinde - Bürgermedaille" wurde hinzugefügt.
24.06.2016: Der Reiter "Gemeinde Grettstadt - Geschichte - Gemeinde - Persönlichkeiten" wurde hinzugefügt.
11.02.2016: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Vereine - Obstbauverein" wurde hinzugefügt.
27.01.2016: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Geschichtliches" wurde aktualisiert.
27.01.2016: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Geschichtliches" wurde aktualisiert.
19.11.2015: Der Reiter "Ausstellungen" wurde aktualisiert.
19.11.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Vereine - Kriegerverein" wurde überarbeitet.
14.11.2015
Die Gemeinde Grettstadt und der Historische Arbeitskreis der Gemeinde laden recht herzlich ein:

Einladung

am Volkstrauertag, den 15. November 2015

9 Uhr: Gottesdienst in der St. Laurentius Kirche Obereuerheim zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege
anschließend Totengedenken und Ausstellung des Historischen Arbeitskreises Obereuerheim

Anlässlich des 120-jährigen Stiftungsfestes der Soldatenkameradschaft
Obereuerheim lädt der Historische Arbeitskreis Obereuerheim

zur Ausstellung

„Geschichte des Soldaten- und Kriegervereins Obereuerheim“

Für das leibliche Wohl sorgt der CSU Ortsverband Obereuerheim / Untereuerheim

ins Gemeindehaus Obereuerheim ein.

Die Ausstellung über den Kriegerverein, sowie über den 1. und 2. Weltkrieg ist nach dem Gottesdienst und Totengedenken bis zirka 14 Uhr geöffnet.
06.11.2015
 
Historischer Arbeitskreis der Gemeinde Grettstadt
Auf Initiative von Sascha Vay lud der Historische Arbeitskreis zu einem Computer-Workshop „Bildbearbeitung und Aufbau eines Fotoarchives“ in den Sitzungssaal nach Grettstadt ein.

Zehn Interessierte aus Untereuerheim, Grettstadt und Unterschleichach hatten sich angemeldet, um ihr Wissen für den privaten oder den Vereinsgebrauch zu erweitern. Selbst für Personen, die immer wieder mit Bildbearbeitungsprogrammen arbeiten, gab Sascha Vay wertvolle Tipps und Hinweise zur Bildbearbeitung, aber auch grundlegendes Wissen zu Dateiformaten, Bildauflösung und dem Arbeiten mit kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen. Nach rund vier Stunden intensivem Arbeiten am mitgebrachten Laptop hatten alle viel Neues gelernt, das es nun umzusetzen gilt.

Wir danken Sascha Vay recht herzlich für seinen Einsatz!
13.10.2015: Der Reiter "Ausstellungen" wurde aktualisiert.
13.10.2015: Der Reiter "Vorträge" wurde aktualisiert.
13.10.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Israelitische Kultusgemeinde - Gebäude" wurde hinzugefügt.
11.09.2015
Der Historische Arbeitskreis Grettstadt lädt ein

Fotos, Bilder und Dokumente sind unentbehrlich für die Arbeit des Historischen Arbeitskreises. Diese müssen sorgfältig und in guter Qualität eingescannt, gesichert und archiviert werden. Aber auch für Privatpersonen ist die Arbeit mit Bildbearbeitungsprogrammen und eine Archivierung ihrer digitalen Fotoaufnahmen und Bilder unverzichtbar. Deshalb lädt der Arbeitskreis Interessierte zu einem

Computerkurs
am Samstag 24. Oktober 2015
von 13.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr
Referent: Sascha Vay
mit folgendem Schulungsinhalt ein:
- Arbeiten mit den Programmen gimp und irfan view (Einfachste Grundlagen)
- Aufbau eines Foto-Archivs
- Unterschied der verschiedenen Dateiformate, Auflösungen, Bildgröße
- Was muss ich beim Fotografieren beachten (nur Beachtung der Dateiformate)
- Was muss ich beim Entwickeln der von Fotos beachten
- Was muss ich beim Einscannen beachten
- Was muss ich beim Veröffentlichen von Bildern in verschiedenen Medien (Druckbereich, Internet, Zeitungsdruck) beachten
- Bildkorrekturen

Die Schulung findet im Sitzungssaal des Rathauses Grettstadt statt.
Wer hat bitte eigenen Laptop mitbringen, sowie einen Block und Stifte zum Mitschreiben.
Der Referent Sascha Vay stammt aus Obereuerheim und wohnt heute in Unterschleichach, wo er der örtlichen Historischen Arbeitskreis leitet. Seit einem 3/4 Jahr ist er auch beim Grettstadter Arbeitskreis dabei. Immer wieder veranstaltet er als Referent verschiedene EDV-Kurse. Anmeldung über Ruth Volz, Telefon 09729/1422.
24.08.2015: Der Reiter "Untereuerheim - Geschichte - Gemeinde - Bürgermeister(innen)" wurde aktualisiert.
24.08.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Gemeinde - Bürgermeister(innen)" wurde aktualisiert.
08.07.2015: Der Reiter "Grettstadt-Dürrfeld - Geschichte - Gemeinde - Gemeinde" wurde hinzugefügt.
08.07.2015: Der Reiter "Grettstadt-Dürrfeld - Geschichte - Gemeinde - Festtage" wurde hinzugefügt.
08.07.2015: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Gemeinde - Bürgermeister(innen)" wurde überarbeitet.
26.06.2015: Der Reiter "Archiv - Gemeindearchiv - Gemeindearchiv" wurde hinzugefügt.
19.06.2015: Der Reiter "Ausstellungen" wurde hinzugefügt.
19.06.2015: Der Reiter "Vorträge" wurde hinzugefügt.
19.06.2015: Der Reiter "Führungen" wurde hinzugefügt.
18.06.2015: Der Reiter "Gemeinde Grettstadt - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
18.06.2015: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
18.06.2015: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
18.06.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
18.06.2015: Der Reiter "Untereuerheim - Geschichte - Geschichtliches" wurde überarbeitet.
15.06.2015: Der Reiter "Grettstadt - Geschichte - Naturgewalten" wurde hinzugefügt.
15.06.2015: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Naturgewalten" wurde hinzugefügt.
15.06.2015: Der Reiter "Dürrfeld - Geschichte - Gemeinde - Bürgermeister(innen)" wurde überarbeitet.
09.06.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Gemeinde - Bürgermeister(innen)" wurde ergänzt.
09.06.2015: Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Vereine - Kriegerverein" wurde überarbeitet.
09.06.2015: Der Reiter "Shop - Zum Ausleihen" wurde überarbeitet.
07.06.2015
Einweihung und Bürgerfest
"Obereuerheimer Mitte"

um unser Gemeindehaus in Obereuerheim

Sonntag, 7. Juni 2015, Beginn 14:00 Uhr: Bilder-Ausstellung des historischen Arbeitskreises rund um das Dorf und die neue Dorfmitte.
08.05.2015 Der Reiter "Obereuerheim - Geschichte - Banken - Raiffeisenkasse" wurde hinzugefügt.
05.05.2015

Hinweis auf Marter Richtung Schwebheim/Unkenmühle

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Anruf eines privaten Heimatforschers aus Grafenrheinfeld mit einem Hinweis auf einen Bildstock aus Grettstadt.

In einer privaten Ortschronik Grafenrheinfelds (ca. 1950) steht geschrieben:
Am Feldweg von Grettstadt zur Unkenmühle steht ein Bildstock, errichtet zum Andenken an einen Landmann, der hier vor mehr als 200 Jahren durch ein Gespann umkam. Die Beschriftung ist kaum mehr zu entziffern. ca. 1920/30 konnte man noch lesen:
„Anno 1734 den 1. May ist Michael Kes von graffenrheinfeld auf Grettstadt gefahren und alta sein leben gelassen“.
Wie den folgenden Zeilen zu entnehmen ist, haben seine Frau und Tochter den Bildstock aufrichten lassen. Die Säule des 3,20meter hohen steinernen Denkmals einem quadratischen Sockel entwachsend hat als Aufsatz die Figur des kreuz tragenden Christus. Darunter ist ein Relief eingemeißelt, das zeigt, wie ein Mann ausgestreckt unter einem mit Kühen bespanntem Leiterwagen liegt.

Auch in der Ortschronik von Pfarrer Spieler befindet sich ein Hinweis auf den Bildstock.
Pfarrer Spieler war in der Zeit von 1933-1946 in Grettstadt tätig und hat während dieser Zeit geschichtliche Daten gesammelt, die er dann 1961, als er Verweser der Kuratie Osthausen war, in einem Heimatbuch niedergeschrieben hat. Dieses Buch ist heute der größte heimatkundliche Schatz für unsere Ortsteile Grettstadt und Dürrfeld.
Pfarrer Spieler schreibt unter dem Kapitel „Die Bildstöcke der Gemeinde Grettstadt“:
f) Am Schwebheimer Weg. Säule und Kreuzschlepper (stark beschädigt); darunter Relief: Wagen, unter dem ein Mann liegt; auf dem Sockel die Inschrift: “Anno 1734 den 1. May ist Michael Keß von graffrhenfeld auf grettstadt gefahren u. alta sein Leben gelasen, ist gerichtverwanden und sinner (Gerichtsmann u. Siebener) gewesen. so haben sein tochderman Johanneß Kreytz u. seine ehlige Haußfrau Margaretha von graffrheinfeld diesen Bildstock seiner armen Seel…. aufrichten laßen.“

Bitte: Wer weiß noch etwas über den Bildstock? Wer weiß wo er genau stand? Wer hat sogar noch ein Foto auf dem der Bildstock zu sehen ist?
Hinweise erbeten an Ruth Volz, Bahnhofstr. 40, Tel: 1422. Da es sich um einen verunglückten Grafenrheinfelder Bürger handelt, suchen besonders auch der Heimatforscher aus Grafenrheinfeld nach Fotos und Hinweisen.
29.04.2015

Das Findbuch (Inhaltsverzeichnis) der Gemeinde Grettstadt wurde, soweit es vom Gemeindearchivar Wolfgang Dorda bereits fertiggestellt werden konnte, online gestellt. Siehe "Archiv - Gemeindearchiv".

Für diesen Zweck wurde auch ein Suchfeld eingeführt. Hier können Sie nicht nur im Archiv, sondern innerhalb der kompletten Website nach Stichworten suchen.
18.04.2015

„Tour de Natur“ Wald-Geschichte-Holzwirtschaft in Grettstadt

Hinaus in die Natur ging es wieder bei der Tour de Natur, mit einer geführten Wanderung unter dem Thema „Wald-Geschichte-Holzwirtschaft“. Die Gemeinde hatte alle Geschichtsinteressierten, Naturliebhaber und „Holzmacher“ aus dem gesamten Mainbogengebiet auf eine Weglänge von rund 5 Kilometern eingeladen. Bei bestem Wanderwetter war die Resonanz überwältigend: Bürgermeister Ewald Vögler freute sich über fast 60 Teilnehmer. Auf der Wanderung durch die Wälder und Waldsäume im Waldgebiet Eichig, vorbei an der Naturschutzfläche Grettstädter Wiesen, verschiedenen Bildstöcken und Marterli führte die Tour zur wiedergefundenen und neu aufgestellten „Sandmarter“.
Wissenswertes und Interessantes zur Waldbewirtschaftung erläutern Bürgermeister Ewald Vögler und Forstwirt Gerhard Nicklaus. PEFC-Zertifizierung, Brennholz, aber auch die Wiederaufforstung des Tornadoschadens im Jahr 1980 wurden dabei thematisiert.  Der Sturm von höchstens drei Minuten Dauer hatte gegen 19.20 Uhr eine schmale Schneise durch den Ort und in den Gemeindewald geschlagen. Mehr als 50 Wohnhäuser wurden beschädigt, dazu ebenso viele landwirtschaftliche Gebäude. Im Wald wurden 450 Festmeter Holz zerstört, erklärte Niklaus, weit mehr als üblicherweise in einem Jahr eingeschlagen werden.  Der Tornado zog von West nach Ost über den Ort hinweg. Dabei wurden Äste und Baumteile aus dem Wald bis in den Ort getragen. Der Schaden wurde auf über eine Million Mark geschätzt. Viele Teilnehmer der Wanderung konnten sich noch lebhaft an die Naturgewalten erinnern.
Gerhard Niklaus hatte als besondere Überraschung ein Schätzquiz zu Alter (rund 200 Jahre) und Verkaufswert (rund 3500 bis 4000 Euro) einer Eiche am Eichig-Hauptweg vorbereitet. Als Gewinn lockte eine mit Schokolade behangene Eberesche für den heimischen Garten.  Bärlauch-Brote warteten auf alle Teilnehmer auf der Aufforstungsfläche. Hier ging Niklaus auf die Verwechslungsgefahr zwischen Bärlauch und Maiglöckchen ein. Der Weg führte die Gruppe  vorbei an den Reliktenflächen „Grettstadter Wiesen“. Die Orchideenwiese wurde vor acht Jahren  renaturiert und erfreut mit botanischen Besonderheiten. Seit zwei Jahren hat der Landkreis  die Nachbarwiese als Naturschutzfläche angekauft, erläuterte Bürgermeister Vögler, der Historisches zur untergegangen Siedlung Sichenhof und zu verschwundenen Reitern im Moor ergänzte. Geschichtliche Zusammenhänge und Erklärungen gab es von Ruth Volz vom Historischen Arbeitskreis zu den fünf Bildstöcken in und um den Eichig.
Als Höhepunkt freute sich die Wandergruppe über die von Helmut Böhm sanierte und neu aufgestellte „Sandmarter“, was die Gemeinde mit einem kleinen Umtrunk feierte. Die Marter galt über 30 Jahre als verschwunden und wurde jüngst bei Aufräumarbeiten im Bauhof wiedergefunden. Der langjährige Gemeinderat Georg Laufer organisierte Sanierung und Aufbau des Denkmals aus dem Jahr 1771. Er hatte außerdem alle Bildstöcke im Eichig mit Bürste und Wassereimer gereinigt, von Moos befreit, freigeschnitten und bei der Kiliansmarter einen Weg über den Graben geschaffen. Nach dem Aufstellen einer Sitzbank ist dort ein schöner Platz entstanden der zum Innehalten einlädt.
06.04.2015

Aufruf an die Dorfgemeinschaften Dürrfeld und Grettstadt:

Was soll damit geschehen? Sanierung oder?

Ungefähr Mitte der 80er Jahre wurden einige baufällige Marterli abgebaut und liegen seitdem im Bauhof. Was soll damit geschehen? Für die Sandmarter aus dem Gemeindeteil Grettstadt wurden bereits Personen gefunden, die sich für deren Wiederaufbau eingesetzt haben. Sie soll bis zur Tour de Natur Wanderung Wald, Natur, Geschichte am 18. April wieder an ihrem angestammten Platz stehen.

Im Bauhof eingelagert sind drei weitere Martern, sowie die Sandstein Maueraufsätze, die früher den Friedhofseingang in Grettstadt zierten. Welche jeweilige Dorfgruppierung, welche Vereine, Organisationen oder Privatpersonen würden eine Restauration und Wiederaufstellung unserer Denkmäler finanziell unterstützen und sich für dessen Erhalt einsetzen?

Vierseiten-Marter Dürrfeld 1600:
Die Marter stand wohl ursprünglich an der Weggabelung Grettstadt-Dürrfeld-Obereuerheim bei der alten Linde, die 1980 auf über 300 Jahre geschätzt wurde. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Unfallmarter, die beim Straßenbau ans andere Ende des Dorfes versetzt wurde. Sie gehört zu den ältesten Denkmälern aus unserem Gemeindegebiet.

Kreisheimatpfleger Longin Mößlein schrieb 1980: Die rückwärtige Darstellung des Jesus am Ölberg mit dem Leidenskelch vor Augen ist eine für Franken sehr seltene Darstellung, weshalb das Original in ein Museum gegeben werden und vor Ort eine Kopie aufgestellt werden sollte. Vorne zeigte die Marter das Relief der Kreuzigung Christi mit Assistenzfiguren, rechts das Vesperbild und links die Dornenkrönung. Der Bildstock ist heute stark verwittert.

Kreuzschlepper 1711 aus Grettstadt:
Die Marter hat wohl im Jahr 1711 der ebrachischer Schultheiß Kilian Gräf aufstellen lassen und war lange Zeit dritte Altarstation bei Flurprozessionen. Sie stand in einem Privatgarten am Birkleinsee, (genannt Grells-Garten). Säule und Deckplatte des Sockelaufsatzes sind noch brauchbar. Auch das Zwischenstück mit der Inschrift könnte eventuell noch verwendet werden. Die Figur ist heute total verfallen. Im Jahr 1980 schrieb der Heimatpfleger Longin Mößlein: Sollte auf öffentlichen Grund versetzt werden.

Marter 1741 im Lüstig zwischen Grettstadt und Dürrfeld:
Diese Marter stand am alten Verbindungsweg nach Dürrfeld, rechts in der Flurabteilung Lüstig am Bach, neben einem Kastanienbaum. Sie war eine der äußeren Stationen bei Flurprozessionen. Die Bildtafel zeigte auf der Vorderseite den heiligen Johannes Nepomuk und rückseitig Mariä Krönung. Bereits 1975 war das obere Drittel des Aufsatzes abgebrochen Heute fehlen Schaft und Sockel und die Marter müsste wohl neu rekonstruiert werden.
20.03.2015

Die spannende Suche nach untergegangenen Siedlungen

Auf großes Interesse ist der Vortrag des Heimatforschers Mario Dorsch gestoßen, der auf Einladung des Historischen Arbeitskreises seine Untersuchungen und Nachforschungen über verschwundene mittelalterliche Siedlungen zwischen Steigerwald, Main und der Volkach präsentierte. Über 60 interessierte Zuhören fanden sich im Feuerwehrhaus ein. Die zuletzt gekommenen mussten auf eilig herbeigeschafften Bierbänken Platz nehmen.



Als Wüstungen bezeichnen Archäologen jene Dörfer und Siedlungen, die vor langer Zeit aufgegeben wurden. Sieben dieser wüst gegangenen Siedlungen liegen im Gemeindebereich Grettstadts. Im Zusammenhang mit der allgemeinen Siedlungsgeschichte können die Studien archivarischer Quellen, Bücher, der Volksmund, aber auch Sagen oder alte Flurnamen Indizien auf ehemalige Siedlungen geben, erzählt Dorsch. Siedlungsfunde im Bereich Obereuerheimer Gewerbegebiet gehen zurück auf die Hallstattzeit 800 bis 450 vor Christi. Siedlungsfunde (im heutigen Ortsbereich von) Grettstadt bestätigen eine Besiedelung schon zur Zeit der Kelten 400 bis 50 vor Christi und römischen Kaiserzeit bis etwa 400 nach Christi. Die Ursiedlung Grettstadt könnte demnach auf eine keltisch-elbgermanische Siedlung in den Jahrhunderten um Christi Geburt zurückgehen, erläutert Dorsch.

In den Jahren 900 bis 1200, eine relativ kriegsfreie Zeit, habe es eine Bevölkerungsexplosion gegeben. Die Anzahl der Menschen habe sich vervierfacht. Dadurch wuchsen kleine Orte und neue Siedlungen entstanden. Diese Entwicklung wird hochmittelalterlicher Landesausbau genannt. Im 13. Jahrhundert setzte eine Rückentwicklung ein. Regionale Fehden, zu Zunahme ansteckender Krankheiten wie Lepra, aber auch Naturkatastrophen, Klimaveränderungen und Missernten machten den Menschen zu schaffen. In den Jahren 1338 bis 1340 ist eine Heuschreckenplage auch in unserem Raum belegt und 1341 ein europaweites Erdbeben. Zudem dezimierte ab 1350 die Pest vielerorts die Bevölkerung. Zwischen 1400 und 1500 gab es wieder unzählige kriegerische Auseinandersetzungen.



In dieser Zeit setzte verstärkt eine „Landflucht“ ein. Vor allem kleinere Dörfer und Weiler wurden verlassen, die Bauern zogen in die größeren Dörfer in der Umgebung oder in eine Stadt. Deshalb entstanden in unserem „Altsiedelland“ vielerorts Wüstungen, stellt Dorsch fest.

Großes Zuhörerinteresse bestand zum Centgericht am Karlsberg zwischen Weyer und Untereuerheim. Die Gerichtsstätte mit Galgenberg konnte in der Vergangenheit zweifelsfrei in der heutigen Gemarkung von Weyer ermittelt werden. Entgegen bisheriger Forschungen sieht Dorsch aber die Siedlungsstätte Karlsberg nicht im 2500 Meter entfernten Untereuerheimer Waldgebiet Karlsloch (Wald des Karl, wie es der Grettstädter Archivar Wolfgang Dorda übersetzt), sondern etwa 1500 Meter von Centplatz entfernt an der nordwestlichen Ecke des Waldgebietes Schnepperlein auf der Anhöhe des Karlsberges. Anders als beim Karlsloch sind an dieser Stelle alle Siedlungsvoraussetzungen gegeben, sagt Dorsch. Ackerflächen, Wasserquelle, Bach, Anhöhe, Wegekreuzung und die Lage zu den Nachbardörfern weisen auf eine Siedlung an diesem Ort hin, ist Mario Dorsch überzeugt. Aber auch Spuren einer früheren Bebauung mit mindesten fünf bis sechs Häusern sind dort an einer alten Wegkreuzung zwischen Bach und Waldrand noch zu finden, sagt der Heimatforscher.



Das ehemals sehr große Moorgebietes zwischen Unkenmühle, Grettstadt, Unterspiesheim und Sulzheim weckte das Interesse der Zuhörer. Wohl schon zu keltischer Zeit haben im Moor Menschen gelebt, so der Heimatforscher. Dies bestätigen Ausgrabungen von Grubenhäusern aus der La Ténezeit in der Flur „Siechhof“. Der untergegangene Siechhof wird genau am Treffpunkt der Gemarkungsgrenzen von Grettstadt, Sulzheim, Ober- und Unterspiesheim vermutet. Eventuell haben die Ebracher Mönche, die auch in Grettstadt Besitztümer unterhielten, oder die anliegenden Dörfer Schwebheim, Grettstadt, Unter- und Oberspiesheim die Gebäude außerhalb der Dörfer für Kranke und Aussätzige (mit der Möglichkeit der Selbstversorgung) finanziert, lässt Mario Dorsch ein Stück Geschichte lebendig werden. Erst in den 1920er Jahren sei die Trockenlegung des großen Moorgebietes erfolgt.

Mario Dorsch, der seine frühen Kindheitstage in Grettstadt verbracht hat und heute in Horhausen wohnt, arbeitet zusammen mit seiner Ehefrau Katrin Kluge-Dorsch, zur Zeit an seinem zweiten Band, der die Wüstungen nördlich des Mains in der so genannten Schweinfurter Rhön bzw. dem „Schlettach“, etwa das Gebiet zwischen Schweinfurt/ Stadtlauringen und der Haßbergvorschwelle aufgreift. Die Publikation ist für Herbst dieses Jahres geplant. Band drei soll das Gebiet zwischen Main und Wern abdecken.

Ruth Volz
20.03.2015

Der Historische Arbeitskreis der Gemeinde Grettstadt

lädt ein

Vortrag von Heimatforscher Mario Dorsch

"Auf der Suche nach wüsten Dörfern in der Gemeinde Grettstadt"

am Freitag 20. März 2015

Beginn 19 Uhr

im Feuerwehrhaus Untereuerheim



Über fünf Jahre lang hat sich der Heimatforscher Mario Dorsch aus Horhausen auf die Spuren von über 60 untergegangenen Siedlungen begeben. Im Jahr 2013 hat er darüber ein erstes Buch veröffentlicht. In Bildern und Erklärungen wird Mario Dorsch die untergegangenen Siedlungen und Dörfer in unserem Gemeindegebiet vorstellen und auch auf das ehemalige Hochgericht mit Galgenplatz am Karlsberg, zwischen Gochsheim und Untereuerheim gelegen, eingehen. Dort hielten die Schöffen der Dörfer Sennfeld, Gochsheim, Grettstadt, Schwebheim, Unter- und Obereuerheim, Pusselsheim und Dürrfeld mit dem Centgrafen Gericht über die "vier hohen Rügen" Mord, Diebstahl, Notzucht und fliesenden Wunden.
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